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Ansicht über malerei - S. Krepp

MalereiMalerei ist unzweifelhaft und zuerst eine optische Angelegenheit. Die Erkenntnis ist ein Hilfsmittel das Niveau des Erreichten zu beurteilen.

Die Welt ist für jeden von uns größer geworden. Wo die Menschen im Gegensatz zu denen vor hunderten von Jahren hinsehen, ist die Kenntnis über das Innenleben der Dinge hinzugekommen. Die Sicht auf Strukturen der Elemente haben unseren Gesichtskreis verändert. Auch die Gesamtübersicht auf die Welt ist für jeden von uns größer geworden. Wir tragen all das Hinzugekommene in uns, was wir auch tun. So sind auch unsere Werke, das was wir malen Veränderungen unterworfen.

Mindestens seit Cezanne sehen und machen wir vieles anders. Die Frage entsteht allerdings, sind wir dadurch reifer geworden, tragen unsere Werke dazu bei, dass die Menschenwelt dadurch humaner geworden ist, sind wir friedfertiger geworden?

Ja, seit Cezanne sehen wir unweigerlich anders. Er ging zu Fuß zu seinen Motiven.
Es scheint ein Widerspruch zu sein. Wir fahren heute mit dem Auto, fliegen mit dem Flugzeug und in Stunden befinden wir uns in einem anderen Kulturkreis. Ob wir es erkennen oder nicht, es wirkt sich aus und wir nennen diese Veränderung einen Fortschritt. Wir glauben die Zeit zusammendrängen zu können, würden mehr sehen, mehr verstehen und bessere Werke zustande bringen als vor dem. Manchmal frage ich mich, trägt es nicht eher zu einer Verflachung bei, zu mehr Oberflächlichkeit? Oft ist die Verflachung der Preis und die eigene und andere Kultur wird angenagt, wenn wir nicht auf das Eigene setzen.

Eine Tatsache ist, der ernsthaft Sehende und Verarbeitende schleppt immer etwas von sich selbst mit, wohin er auch geht. Er nimmt aus der Gegend, wo er ansässig ist, etwas mit sich fort. Diese Welt hat ihn mit geformt.

Das viele Sehen, mit dem Auto oder Flugzeug heute hier und dort zu sein, sehe ich eher als eine Gefahr. Sie besteht darin, die Hast ins Werk zu bringen. Es gilt, die Wirklichkeit mit Ruhe zu besehen, sie sinnlich wahrzunehmen und ins Werk zu setzen. Darum geht mein Bemühen.